Kategorie-Archiv: male

WINTERBLUES ADE!

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Den nervtötenden Wechsel zwischen frühlingshaften Temperaturen, sintflutartigen Regenfällen und plötzlichen Kälteeinbrüchen sollte man sich so angenehm wie möglich gestalten. Kleine Helfer, die im Nu gute Laune zaubern, sind da schwer gefragt. Sie sorgen dafür, dass wir uns frischer, entspannter und erholter fühlen, und das wiederum beugt dem Winterblues und Erkältungen vor. Hier unsere drei preiswerten, aber nicht minder effizienten Favoriten:

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Das Entspannungsbad
Einfach mal abtauchen und relaxen. „Heimische Wiesen“, so der klangvolle Name des neuen Schaumbades der Marke CD, weckt Erinnerungen an den echten, den wahren Frühling. Man spürt regelrecht die Sonnenstrahlen, riecht die bunten Blumen und hat summende Bienen vor Augen. Nein, das sind keine durch den Mohn-Extrakt hervorgerufenen Halluzinationen, sondern angenehme Assoziationen, die auch durch das pflegende Hagebutten-Öl und die erfrischende Kornblumen-Essenz hervorgerufen werden. Die harmonische Zusammenstellung der drei heimischen Pflanzen ist originell und wohltuend zugleich, aber besonders schön ist, dass der Badezusatz gänzlich ohne Tierversuche entwickelt wurde und frei von Mineralölen, Silikonen, Parabenen, Farbstoffen sowie tierischen Inhaltsstoffen ist. Also alles in allem eine gute Investition für nur rund 3 Euro.

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Der Concealer
Waschbär-Augen im Winter? Nichts gegen die possierlichen Tierchen, aber dunkle Ringe um die Augen stehen nun wirklich nicht jedem. Wenn die Haut von trockener Heizungs- und Winterluft gereizt ist, hilft der „FIT me! Anti-shine stick“ von Maybelline auf unkomplizierte Art und Weise, schnell wieder frisch auszusehen. Besonders im Winter bringt das den nicht zu unterschätzenden Gute-Laune-Vorteil. Die ultraleichte und natürlich abdeckende Textur des zweifarbigen Stifts (innen hellerer Puderkern, außen dunklere MakeUp-Umrandung, in diversen Varianten) ermöglicht ein blitzschnelles Auftragen am Morgen – und auch abends ist noch nichts verwischt oder verschwunden. Der Stick kostet nur ca. 8 Euro, braucht sich aber im Vergleich zu teureren Produkten nicht zu verstecken. Im Gegenteil: Selten hat ein Kosmetikprodukt so überzeugt.

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Die Bodylotion
Die lila-schneeweiße Farbkombi, die glitzernden Eiskristalle, und dann noch der vielversprechende Name „Dove Limited Edition Winterpflege“. Zugegeben, hier haben die Tricks des Produktmarketings richtig gezogen und dazu geführt, diese Bodylotion unbedingt kaufen und ausprobieren zu müssen! Die Pflege für trockene Haut zeichnet sich durch den „DeepCare Complex“ aus, was laut Beschreibung auf der Tube bedeutet: „Der DeepCare Complex beinhaltet effektive Feuchtigkeitsspender, hauteigene Pflegestoffe und reichhaltiges Öl.“ Ah ja … Ein Blick auf das Kleingedruckte verrät: Angenehme Inhaltsstoffe wie Shea-Butter („Parkii Butter“), Kollagen und Sonnenblumenöl („Hellanthus Annuus“) sind in höherem Maße enthalten, aber auch – und das sollte nicht verschwiegen werden – einige Parabene, also Konservierungsstoffe. Wer diesbezüglich empfindlich ist, sollte also aufpassen. Dennoch: Die Lotion lässt sich wunderbar verstreichen, zieht schnell ein und hinterlässt keinen Film auf der Haut, sondern nur einen leicht puderzuckrigen Duft. Diesen muss man mögen, aber er kommt so dezent daher, dass man auch diese Lotion einfach gern haben muss. Ihre ca. 3 Euro ist sie jedenfalls durchaus wert.

5 Tipps gegen den „Bad Hair Day“

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Die meisten Menschen haben ein eher gespaltenes Verhältnis zu ihren Haaren: zu lang, zu kurz, zu viel, zu wenig, zu glatt, zu lockig, zu hell, zu dunkel … Die Liste kann bisweilen sehr lang sein. Besonders kritisch wird es an den berühmt-berüchtigten „Bad Hair Days“, an denen nichts, aber auch gar nichts mit den Haaren gelingen mag. Entweder hängen sie schlapp herunter wie drei Tage alter Schnittlauch oder sie stehen kreuz und quer wie Kraut und Rüben – in jedem Fall erinnern sie an Gemüse und verhalten sich keinesfalls wie gewünscht. Oft trifft dieses Phänomen Frauen jeden Alters, weshalb Männer mit Glatze fast schon neidisch beäugt werden. Deshalb fünf garantiert wirksame Tipps zum Thema „Gute Haare, schlechte Haare“.

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SCHNIPP SCHNAPP, HAARE AB

Extreme Situationen erfordern manchmal extreme Maßnahmen. Wenn nichts anderes mehr hilft und die Haare nur noch nerven, kann ein Gang zum Friseur Wunder wirken. Oft reicht es dabei völlig aus, einfach nur die Spitzen schneiden zu lassen. Vokuhila, Bombage oder Minipli würden den Bad Hair Day nur noch verschlimmern. Lieber ein bisschen waschen, schneiden, föhnen, fertig ist die Haube. Friseur-Salons lassen sich ganz einfach über Seiten wie friseure-finden.de oder friseursuchmaschine.com ermitteln. Hier gibt es auch außergewöhnlichere Angebote wie „Mobile Friseure“ oder „Wellness-Friseure“. Was dahintersteckt, würde vermutlich einen ganzen weiteren Artikel füllen.

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DON’T BLOW IT!

Diesen Rat gibt uns ein demnächst erscheinendes Produkt der Marke „Bumble and bumble“, das für einen lässig-luftgetrockneten Look sorgen soll. Die Hairstyling-Creme eignet sich laut Angaben von Douglas (exklusiver Vertrieb ab Juli 2015) besonders für feines und mittellanges Haar und verspricht, fliegendes Haar zu zähmen und Frizz zu beseitigen. Leichte Polymere sollen die natürliche Haarstruktur unterstützen und dezente Wellen hervorrufen – sozusagen „Beach Waves“ aus der Tube. Schade, dass wir dieses Produkt nicht vorab testen durften! Was sich ebenfalls interessant anhört: In der Creme enthaltene UVA- und UVB-Filter schützen vor Sonnenstrahlung. So übersteht das Haar auch den nächsten Sommerurlaub weitestgehend unbeschadet. Zur genauen Anwendung von „Don’t blow it“ ist bislang nichts näheres bekannt, doch der Name lässt vermuten, dass man EIN Tool bestimmt nicht braucht: den Föhn.

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BEANIES, CAPS & CO.

Zugegeben, dieser Tipp ist nicht gerade neu, dafür aber immer wieder effizient, vor allem im Winter. Einfach morgens Mütze oder Cap auf die schlecht sitzende Frisur packen, abends wieder runter damit. Was aber, wenn Chef oder Chefin nicht mitspielen? Vielleicht eine Erkältung vortäuschen oder behaupten, die Klimaanlage im Büro sei falsch eingestellt. Oder ganz ungeniert über den Bad Hair Day jammern. Dann darf man die Kopfbedeckung in Zukunft bestimmt jederzeit anbehalten.

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JUST WASH IT!

Und jetzt der Klassiker unter den Bad Hair Day-Tipps: Einfach mal wieder Haare waschen! Am besten mit Produkten, die das Haar weder überpflegen noch zu sehr austrocknen oder aufrauen. Leichter gesagt als getan, da es gefühlt mindestens eine Millionen Shampoos auf der Welt gibt. Manchmal hilft es, zwei Lieblings-Shampoos zu mischen, um den störrischen Haaren beim nächsten Waschgang ein Schnippchen zu schlagen. Ebenso kann es Wunder wirken, ein ganz neues Shampoo auszuprobieren, da sich Haare nach zu langer Nutzung ein und desselben Produkts über zu viel Einseitigkeit beschweren“ könnten. Und wenn das alles nichts mehr hilft, kommt unser nächster und letzter Tipp zum Einsatz:

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SPRAY IT!

Meistens dauert ein Bad Hair Day – wie der Name schon sagt – nur 24 Stunden. Da ist es durchaus legitim, zu kurzfristig wirkenden Mitteln zu greifen, die eines Karl Lagerfeld würdig sind. Im Gespräch mit der Zeitschrift Harpers Bazaar gestand der Modekönig, dass er seine Haare regelmäßig mit Trockenshampoo einstäubt, damit sie immer schön strahlend und sauber bleiben. Und was bei Karl klappt, kann auch bei uns funktionieren. Besonders effektiv ist das „Miracle Dry Shampoo“ der Marke Aussie, das mit australischem Jojobasamen-Extrakt für den „blitzschnellen Zwischendurch-Volumen-Kick“ sorgt. Kleinste Mengen hiervon wirken auch im feinen Haar kräftigend und aufbauend. Allerdings sollte das Wunder-Shampoo aufgrund seines intensiven Duftes nur zurückhaltend verwendet werden. Ebenfalls sehr zu empfehlen ist das Trocken-Kräuter-Shampoo „Volume Trockenshampoo“ von Manufactum oder auch das „Trocken-Shampoo Volume Lift“ von Syoss.

Doch für welche Maßnahme wir uns auch am „Bad Hair Day“ entscheiden, ein Spruch passt immer:

HAARE GUT, ALLES GUT!

 

Fotocredits:
Bild 1 – Tim Reckmann / Pixelio (bearbeitet durch die Autorin)
Bild 2 – Helmut J. Salzer / Pixelio (bearbeitet durch die Autorin)
Bild 3 – Parfümerie Douglas GmbH
Bild 4 – Georg Schierling / Pixelio
Bild 5 – Heike / Pixelio
Bild 6 – Autorin

 

Heiter bis fleckig

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Selbstbräunungssprays
St. Tropez, Ambre Solaire & Sundance

Sommerzeit, Beinfreiheit, Schwierigkeit? Wenn sich an den warmen Tagen die Gliedmaßen in einem – sagen wir mal – suboptimalen Bräunungszustand befinden und statt an „Model Walk“ an „Chicken Run“ erinnern, ist es höchste Zeit zu handeln. Die Freiluftsaison kann gnadenlos sein und blasse Beine in kurzen Röcken, Hosen oder Kleidern schnell unvorteilhaft erscheinen lassen. Wer mit makelloser Haut oder einem von Natur aus gebräunten Teint gesegnet ist, kennt dieses kleine Problem vermutlich nicht und braucht daher eventuell gar nicht weiter zu lesen. Für die anderen gilt: Endlose Sonnenbäder sind zu vermeiden, letztlich hilft nur tricksen, tricksen und nochmals tricksen. Aus dem reichhaltigen Angebot von Self Tanning Produkten wurden somit drei Bräunungssprays ausgewählt, die heller Haut im Handumdrehen einen Hauch von Sommer verleihen sollen. Klingt wunderbar, aber ist es das auch wirklich? Hier die Ergebnisse unseres ultimativen „Self Tanning Contest“:

Ausgangsbasis
waren die Produkte „Ambre Solaire Natural Bräuner Selbstbräunungs-Spray“ von Garnier, „Sundance Transparentes Selbstbräunungsspray“ sowie das „Perfect Legs Spray“ von St. Tropez (dieses wurde nicht nur an den Beinen, sondern auch am Oberkörper ausprobiert). Weitere wichtige Testvoraussetzung: die sehr helle Haut der Probandin, Sommersprossen inklusive.

Verteilbarkeit
Zunächst wurde die Verteilbarkeit auf der Haut geprüft. Nicht jeder mag Sprays, sei es bei Lotions, Selbstbräunern oder anderen Kosmetikprodukten. Allerdings lassen sich durch diese Technik geringere Mengen auf größere Hautpartien auftragen. Ein Zuviel an Creme kommt dadurch seltener vor. Sowohl beim Garnier- als auch beim St. Tropez-Produkt gelang die Verteilung recht schnell und einfach, während der Sundance-Bräuner etwas zähflüssig war.

Einziehen
Nächster Punkt: das Einziehen in die Haut. Hier lag „Ambre Solaire“ ganz klar vorne, denn nach nur wenigen Sekunden war kaum mehr spürbar, dass überhaupt ein Spray aufgetragen wurde. Aber auch die anderen Produkte hinterließen kein klebriges Gefühl auf der Haut.

Duft
Wer Self Tanning Produkte nutzt, weiß, wie unterschiedlich und manchmal unangenehm sie riechen können. Das liegt vor allem an dem Wirkstoff DHA (Dihydroxyaceton), der mit den Aminosäuren und Proteinen der obersten Hautschicht reagiert, wodurch ein recht „spezieller“ Duft entstehen kann (Quelle: www.helpster.de). Je nachdem, aus welchen Inhaltsstoffen das Produkt ansonsten zusammengesetzt ist, ist dieser Geruch mal stärker, mal schwächer. Bei unseren Testprodukten konnte diesbezüglich eine ganz klare Aussage getroffen werden: Der Duft des St. Tropez-Sprays ist frisch wie bei einer normalen Bodylotion, völlig ohne den unangenehmen „Beigeruch“. Auch Stunden später, als das Produkt seine volle Wirkung entfaltet hat, ändert sich daran nichts. Ganz anders beim Sundance-Bräuner: Recht bald nach dem Aufsprühen wird klar, dass man entweder den Rest des Tages mit dem typischen Self Tanning-Geruch herumlaufen muss oder direkt zurück in die Dusche gehen kann. Vielleicht liegt es auch daran, dass Sundance in seinem Produkt wesentlich weniger Inhaltsstoffe verwendet als St. Tropez, was wiederum ein Vorteil ist. Ambre Solaire liegt geruchstechnisch im guten Mittelfeld, allerdings bei einer ähnlichen Menge an Inhaltsstoffen wie St. Tropez.

Wirkung/Natürlichkeit
Noch ein wichtiger Prüfstein für alle Freundinnen und Freunde des Self Tanning ist die Intensität der Wirkung bzw. ihre Natürlichkeit. Denn wer will schon wie eine wandelnde Karotte herumlaufen? Vor allem sehr helle Haut reagiert auf Selbstbräuner oft mit orangefarbenen Flecken, und auch in dieser Hinsicht kann das Produkt von St. Tropez überzeugen: Nicht nur, dass das Spray gefärbt ist und dadurch ein direkter, sehr natürlich wirkender Bräunungseffekt auf der Haut entsteht. Dieser verändert sich auch nach einer längeren Einwirkzeit nicht. Will heißen: So, wie die Haut im ersten Moment nach dem Auftragen aussieht, bleibt sie auch, und das ist vor allem bei heller Haut günstig, da die Intensität der Bräune schon während des Auftragens kontrolliert werden kann. Unschöne Flecken werden dadurch vermieden. Ein gutes Ergebnis im Hinblick auf die Natürlichkeit der Bräunung erzielt an zweiter Stelle das Sundance-Produkt. Da es transparent ist, bleibt jedoch der „Überraschungseffekt“ im Hinblick auf die Intensität der Tönung bestehen. Zum Glück ist diese Überraschung keine böse, anders als beim Ambre Solaire-Spray: Vor allem bei der Anwendung auf den Beinen traten hier wieder die seltsamen orangenen Flecken auf, die leider erst nach einigen Tagen und Duschgängen verschwanden.

Special features
Ja, auch ein Bräunungsspray kann das gewisse Etwas haben! Im Fall der Ambre Solaire- und Sundance-Produkte besteht dies darin, dass sie transparent sind und beim Auftragen keine Spuren im Badezimmer hinterlassen. Anders beim Spray von St. Tropez: Die Lotion ist bereits gefärbt (s.o.), so dass es dringend anzuraten ist, das Sprühen in die Dusche oder Badewanne zu verlagern. Denn hiervon lässt sich die Farbe mit Wasser leicht wieder abwaschen. Außerdem sollte man sich nach der Benutzung auch schnellstens die Hände waschen, da die Handinnenflächen ebenfalls „schön braun“ werden. Besonders auffallend ist als Special noch, dass das St. Tropez-Produkt ein sehr weiches und gepflegtes Hautgefühl hervorruft.

Preis
Mit 13,- Euro für 75 ml ist das „Perfect Legs“-Spray von St. Tropez das teuerste der drei Produkte, gefolgt von Ambre Solaire mit 4,95 Euro für 150 ml und Sundance mit 2,45 Euro für ebenfalls 150 ml.

And the winner is …

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Noten von 1, sehr gut, bis 3, befriedigend
Platz 1: St. Tropez       Platz 2: Ambre Solaire       Platz 3: Sundance

Ambre Solaire St. Tropez Sundance
Verteilbarkeit

1

1

2

Einziehen

1

2

2

Duft

2

1

3

Wirkung/
Natürlichkeit

3

1

2

Special features

transparent

besonders pflegend
& direkte Bräunung

transparent

Preis

4,95 € (150 ml)

13,- € (75 ml)

2,45 € (150 ml)

Auf die jeweiligen Inhaltsstoffe wurde bei diesem Test nicht eingegangen, allerdings kam es auch bei keinem der Produkte zu Hautirritationen.

Immer schön sauber bleiben

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Aktiv-Duschgel & Feuchtigkeitscreme für den Mann
Weleda

Weißer als Weiß. Fast so klar wie unsichtbar. Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Kaum steht der Frühling vor der Tür, drängen sich einem längst vergessene Werbesprüche ins Gedächtnis. Es mag daran liegen, wie die Sonne durch schlecht geputzte Fenster scheint, wie Staubflocken durch den Raum wirbeln, diese stummen Zeugen einer winterlichen Putzverwahrlosung. Dann gibt es kein Halten mehr, es wird gewischt, gewienert und geschrubbt, und manchmal trifft es auch Unschuldige, zum Beispiel den eigenen Mann. Der könnte eigentlich auch eine Rundum-Erneuerung gebrauchen. Oder ein neues After Shave. Oder einen neuen Haarschnitt. Oder beides.

Aber da man ja nicht direkt den ganzen Mann austauschen will, reicht es, ihm ein paar neue Pflegeprodukte anzudienen. Für dieses gewagte Experiment hat uns der Naturkosmetik-Hersteller Weleda1 eine „Feuchtigkeitscreme für den Mann“ (ca. 10 Euro) und das „Aktiv-Duschgel“ (ca. 6 Euro) zur Verfügung gestellt. Warum schon wieder Naturkosmetik? Weil viele Männer – so auch unser „Test-Mann“ – bei künstlichen Düften und Tinkturen nicht gerade experimentierfreudig sind. Viel lieber bekommen sie auf der Tube zu lesen, wie bei dem Aktiv-Duschgel von Weleda: „Belebt und erfrischt – Ganzheitliche Naturkosmetik“. Scheint zu funktionieren: Das Duschgel wird von unserem Test-Mann gerne ausprobiert und kurz und bündig als „angenehmer als andere Duschgels, aber auch ein bisschen schärfer“ beschrieben. Er meint, einen Hauch von Ingwer zu verspüren, welcher sehr belebend und eben ein wenig scharf sei. Auf der Weleda-Homepage2 steht, dass der „frische und herbe Duft“ des Gels vom „ätherischen Rosmarinöl“ herrührt. Aber egal, ob Rosmarin oder Ingwer: Duft und Reinigungskraft des Aktiv-Duschgels werden als außergewöhnlich und außerordentlich pflegend empfunden. Nur kleine Mengen sind nötig, um die schäumende Wirkung der „Tenside auf Basis pflanzlicher Rohstoffe“ zu erzielen. Zur großen Freude der Frauen bleibt der frische Rosmarin-(Ingwer-)Duft dann auch noch einige Zeit am Mann hängen, der das Duschgel auch in Zukunft weiter benutzen möchte. Teil eins des Experiments ist also geglückt.

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Ähnlich erfreulich geht es mit der Feuchtigkeitscreme weiter, die sich laut Weleda „für alle Hauttypen und auch die empfindliche Haut“ eignet. Auf die gereinigte Haut „sanft einmassiert“ soll sie laut einer dermatologischen Studie eines unabhängigen Instituts nach 28 Tagen folgendes bewirken:
+ 18 % Hautfestigkeit
+ 16 % Hautglättung
+ 26 % Hautfeuchtigkeit

Hört sich nach Wundercreme an. Zugegeben, dem 28-tägigen Härtetest wurde unser Proband nicht unterzogen, allerdings hat er die Creme brav mehrere Tage am Stück morgens aufgetragen. Aufgrund ihrer leichten Konsistenz zog die Pflege schnell und ohne Rückstände ein, brannte auch nach der Rasur nicht auf der Haut und hinterließ ein angenehmes und weiches Gefühl. Die individuelle Geruchswahrnehmung ging diesmal mehr in Richtung Lavendel, doch laut Beschreibung von Weleda sorgt eine „Mischung ätherischer Öle“ (ohne Lavendel!) für den dezent-frischen Duft, während Sesam- und Jojobaöl pflegen und Bienen- und Carnaubawachs die Haut vor Umwelteinflüssen schützen sollen. Eine erbsengroße Menge davon reicht laut Test-Mann aus, um Gesicht und Hals ausreichend mit Creme zu versorgen. Selbst von überzeugten Pflegemuffeln dürfte dies nicht zu viel verlangt sein. Am Ende der Versuchsreihe ist dann auch nur eines wirklich zu bedauern: dass es die Weleda Männerpflegeserie nicht auch für Frauen gibt.

1Weleda Naturkosmetik ist mit dem internationalen NATRUE-Qualitätssiegel zertifiziert (www.natrue.org). Weleda bezieht laut eigenen Angaben die Rohstoffe für seine Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau oder zertifizierter Wildsammlung.

2Die Inhaltsstoffe der beschriebenen Produkte sind auf der Homepage (www.weleda.de) oder in Beipackzetteln detailliert aufgelistet.