Ja, ich will – euch!

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Vívo Style Signature Series Fitness-Tracker
Garmin

Wir haben es schon immer gewusst: Das Lesen von Frauen- und Boulevardzeitschriften sorgt nicht nur für eine vorübergehende Flaute im Hirn, sondern kann bisweilen auch zu akuter Schnappatmung führen. Zuletzt geschehen, als wir vor kurzem die Gala auf Seite 88 aufschlugen und etwas erblickten, das kurzzeitig unseren Puls beschleunigte. Der Blutdruck stieg, und wir hauchten nur noch ein schwaches „Ja, ich will – euch!“. War ganz gut für den Kreislauf und die allgemeine Fitness, hervorgerufen durch ein kleines Tool, das uns in Zukunft Beine machen soll. Schließlich braucht jeder vor Ostern gute Vorsätze.

Schon seit längerem geben uns Fitnessbänder über unseren Lebensstil Auskunft und beurteilen ihn, vorausgesetzt, wir wollen der Wahrheit ins Auge blicken. Falls dem so ist, tragen wir ein eher sportlich aussehendes Modell am Handgelenk, das auf einem meist länglichen Display minimalistische Zahlen zu täglich zurückgelegten Distanzen, Schlafstunden und Kalorienverbrauch anzeigt. Alarmfunktionen erinnern uns daran, dass wir uns dringend mal wieder bewegen sollten. Klingt kaum sexy, doch jetzt können Fitnessbänder auch anders. Mit der neuen „Signature Series“ aus der „vívofit® style collection“ bringt die Firma Garmin ab Frühjahr/Sommer 2015 einen Fitness-Tracker der Extraklasse heraus. Bei der neuen Generation handelt es sich nicht nur um ein praktisches Tool für Gesundheitsbewusste, sondern vor allem auch um ein Accessoire, das wie ein edles Schmuckstück getragen wird. Den Fitness-Tracker „Signature“ aus Edelstahl wird es in folgenden Varianten geben: mit glattem oder strukturiertem Armband in den Farbtönen Roségold, Gold und Silber, oder mit einem dunklen Lederarmband. Kostenpunkt: ca. 115 Euro. Wer diese Fitnessbänder nicht gerne trägt, muss einen ziemlich großen Schweinehund zu Hause herumsitzen haben.

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Da die Objekte der Begierde noch nicht in den Shops erhältlich sind, wird an dieser Stelle auf die Angaben des Herstellers* zurückgegriffen. Hiernach motiviert der portable Fitnesstrainer seine Träger nicht nur zu einem aktiveren und gesünderen Lebensstil, sondern macht auch bei vielen verschiedenen Gelegenheiten – vom Wochenendtrip bis zum Büro – eine gute Figur. Das per Knopfdruck leuchtende E-Ink-Display sorgt auch im Dunkeln für eine gute Lesbarkeit. Selbst im Schlaf gibt es also keine Ausreden, allerdings muss für die Schlafanalyse der entsprechende Modus explizit angeschaltet werden. Die Batterielaufzeit beträgt rund ein Jahr, so dass auch ein leise gemurmeltes „Der Akku war halt leer!“ nicht mehr zählt. Tagsüber liefert der „vívofit®“ Fitness-Tracker individuelle Ziele, die abhängig von den Trainingserfolgen für den Folgetag angepasst werden.

Viele weitere Funktionen, wie zum Beispiel Herzfrequenzmessung und Errechnung des Kalorienverbrauchs, machen das Tool zusätzlich attraktiv. Dennoch ist wichtig zu wissen, dass hierfür zum Teil Zusatzgeräte, ein Konto bei MyFitnessPal oder die Garmin ConnectTM Mobile-App erforderlich sind. Mit welchen Smartphones oder Tablets „vívofit®“ kompatibel ist, kann unter garmin.de/BLE nachgeschaut werden. Letztlich liegt es also in der Hand der Nutzer, inwieweit das Fitnessarmband hilft, die lieben alten Gewohnheiten zu ändern. Doch selbst wenn man die Alarmtöne und Auswertungen ignoriert: Immerhin ziert dann ein stylisches Schmuckstück das Handgelenk und erweckt den Eindruck, als würden wir unser halbes Leben im Fitnessstudio verbringen. Und alleine das macht schon wahnsinnig attraktiv.

Fotocredits: Garmin Deutschland GmbH* (bearbeitet durch die Autorin)

 

Immer schön sauber bleiben

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Aktiv-Duschgel & Feuchtigkeitscreme für den Mann
Weleda

Weißer als Weiß. Fast so klar wie unsichtbar. Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Kaum steht der Frühling vor der Tür, drängen sich einem längst vergessene Werbesprüche ins Gedächtnis. Es mag daran liegen, wie die Sonne durch schlecht geputzte Fenster scheint, wie Staubflocken durch den Raum wirbeln, diese stummen Zeugen einer winterlichen Putzverwahrlosung. Dann gibt es kein Halten mehr, es wird gewischt, gewienert und geschrubbt, und manchmal trifft es auch Unschuldige, zum Beispiel den eigenen Mann. Der könnte eigentlich auch eine Rundum-Erneuerung gebrauchen. Oder ein neues After Shave. Oder einen neuen Haarschnitt. Oder beides.

Aber da man ja nicht direkt den ganzen Mann austauschen will, reicht es, ihm ein paar neue Pflegeprodukte anzudienen. Für dieses gewagte Experiment hat uns der Naturkosmetik-Hersteller Weleda1 eine „Feuchtigkeitscreme für den Mann“ (ca. 10 Euro) und das „Aktiv-Duschgel“ (ca. 6 Euro) zur Verfügung gestellt. Warum schon wieder Naturkosmetik? Weil viele Männer – so auch unser „Test-Mann“ – bei künstlichen Düften und Tinkturen nicht gerade experimentierfreudig sind. Viel lieber bekommen sie auf der Tube zu lesen, wie bei dem Aktiv-Duschgel von Weleda: „Belebt und erfrischt – Ganzheitliche Naturkosmetik“. Scheint zu funktionieren: Das Duschgel wird von unserem Test-Mann gerne ausprobiert und kurz und bündig als „angenehmer als andere Duschgels, aber auch ein bisschen schärfer“ beschrieben. Er meint, einen Hauch von Ingwer zu verspüren, welcher sehr belebend und eben ein wenig scharf sei. Auf der Weleda-Homepage2 steht, dass der „frische und herbe Duft“ des Gels vom „ätherischen Rosmarinöl“ herrührt. Aber egal, ob Rosmarin oder Ingwer: Duft und Reinigungskraft des Aktiv-Duschgels werden als außergewöhnlich und außerordentlich pflegend empfunden. Nur kleine Mengen sind nötig, um die schäumende Wirkung der „Tenside auf Basis pflanzlicher Rohstoffe“ zu erzielen. Zur großen Freude der Frauen bleibt der frische Rosmarin-(Ingwer-)Duft dann auch noch einige Zeit am Mann hängen, der das Duschgel auch in Zukunft weiter benutzen möchte. Teil eins des Experiments ist also geglückt.

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Ähnlich erfreulich geht es mit der Feuchtigkeitscreme weiter, die sich laut Weleda „für alle Hauttypen und auch die empfindliche Haut“ eignet. Auf die gereinigte Haut „sanft einmassiert“ soll sie laut einer dermatologischen Studie eines unabhängigen Instituts nach 28 Tagen folgendes bewirken:
+ 18 % Hautfestigkeit
+ 16 % Hautglättung
+ 26 % Hautfeuchtigkeit

Hört sich nach Wundercreme an. Zugegeben, dem 28-tägigen Härtetest wurde unser Proband nicht unterzogen, allerdings hat er die Creme brav mehrere Tage am Stück morgens aufgetragen. Aufgrund ihrer leichten Konsistenz zog die Pflege schnell und ohne Rückstände ein, brannte auch nach der Rasur nicht auf der Haut und hinterließ ein angenehmes und weiches Gefühl. Die individuelle Geruchswahrnehmung ging diesmal mehr in Richtung Lavendel, doch laut Beschreibung von Weleda sorgt eine „Mischung ätherischer Öle“ (ohne Lavendel!) für den dezent-frischen Duft, während Sesam- und Jojobaöl pflegen und Bienen- und Carnaubawachs die Haut vor Umwelteinflüssen schützen sollen. Eine erbsengroße Menge davon reicht laut Test-Mann aus, um Gesicht und Hals ausreichend mit Creme zu versorgen. Selbst von überzeugten Pflegemuffeln dürfte dies nicht zu viel verlangt sein. Am Ende der Versuchsreihe ist dann auch nur eines wirklich zu bedauern: dass es die Weleda Männerpflegeserie nicht auch für Frauen gibt.

1Weleda Naturkosmetik ist mit dem internationalen NATRUE-Qualitätssiegel zertifiziert (www.natrue.org). Weleda bezieht laut eigenen Angaben die Rohstoffe für seine Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau oder zertifizierter Wildsammlung.

2Die Inhaltsstoffe der beschriebenen Produkte sind auf der Homepage (www.weleda.de) oder in Beipackzetteln detailliert aufgelistet.

Mein Freund, der Baumschmuck

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Goldene Kette mit Anhänger Baum & Glasstein
SIX

Man muss kein Fan von „50 Shades of Grey“ sein, um sich gerne fesseln zu lassen, zum Beispiel von leckeren Keksen, tollen Frisuren oder glitzerndem Schmuck. Heute geben wir uns dem Geschmeide hin, denn das ist harmlos und gar nicht schmerzhaft. Selbst wenn die Schatulle fast überquillt: Wir kapitulieren gerne vor unserer Sammelleidenschaft. Für das ein oder andere Teil ist schließlich immer noch genügend Platz. Und wenn der Schmuck dann auch noch eine besondere Bedeutung hat, ist die Verzückung perfekt.

So geschehen bei einem Accessoire, das uns diese Woche auf- und zugefallen ist. Es handelt sich um eine Kette der Modeschmuckmarke SIX. Die Kette besteht zu 90 Prozent aus goldfarbenem Metall und zu 10 Prozent aus Glasstein, was sich zunächst einmal ziemlich unspektakulär anhört. Wären da nicht der kleine Baum-Anhänger und der zierliche Glas-Glitzerstein, die einträchtig nebeneinander baumeln. Und auch wenn es vielleicht etwas esoterisch klingt: Der Baum symbolisiert das Leben und die Kraft der Natur – eine Aussage, die gefällt und somit gern am Hals zur Schau getragen wird. Zugegeben, in den Glasstein lässt sich weit weniger hinein interpretieren, aber immerhin ist er ein hübscher Blickfang und verleiht der Kette den zusätzlichen Kick.
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Besonders zu einer weißen Bluse oder einem T-Shirt sieht die Kette mit Baum-Anhänger trotz ihres günstigen Preises von 6,95 Euro edel und schlicht aus. Das Material wurde nicht zu stark poliert, ist nicht zu hell und wirkt dadurch beinahe wie echtes Gold. Der größenverstellbare Verschluss sorgt für eine individuelle Längenanpassung, die Kette selbst besteht aus kleinen aneinandergereihten Kügelchen. Wer jedoch keinen Modeschmuck tragen möchte, wird im Internet unter der Suche „Lebensbaum-Anhänger“ schnell fündig. Hier ist die Auswahl aus Gold- und Silber-Charms ziemlich groß. Oft wird der Lebensbaum als keltisches Symbol beschrieben, das für „die Hoffnung auf eine glückliche Zukunft und gutes Gedeihen“ steht (Quelle: irish-net.de). Klingt irgendwie besser, als sich von Milliardären an die Kette legen zu lassen.

Fotocredits: Beeline Press Center (bearbeitet durch die Autorin)