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MACH‘ DIE KLEIDERDIÄT!

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Du weißt, dass du deinen Kleiderschrank ausmisten solltest wenn

  • du mehr Schuhe im Schrank hast, als ein Tausendfüßler tragen könnte
  • die Altersstruktur deiner Klamotten von 1985 bis 2015 reicht
  • das schönste Teil in deinem Schrank eine Jogginghose ist
  • dein Schrank sich auch durch Zunageln nicht schließen lässt
  • man mit deinen Sachen einen Onlineshop aufmachen könnte
  • jedes zweite Teil schwarz und jedes dritte weiß ist
  • es im Urlaub auch mit zehn Kleidungsstücken ging
  • du nur höchstens fünf Prozent deiner Klamotten trägst!

Wer sich und seinen Kleiderschrank in mindestens zwei der aufgeführten Punkte wiedererkennt, sollte dringend Diät machen – Kleiderdiät! Bei manchen ist eine Klamotten-Entschlackungskur nur alle zehn Jahre fällig, bei anderen immerhin mindestens einmal im Jahr. Dass wir im Überfluss leben, ist nichts Neues, und leider schlägt sich das nicht selten in einem adipösen Kleiderschrank nieder. Andererseits lieben wir es, uns mit schönen Dingen zu umgeben. Wenn dieser Urinstinkt mal wieder zugeschlagen hat, gilt es sinnvolle Maßnahmen zu ergreifen, um das Beste aus der Situation zu machen …

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GIVE IT TO OXFAM!

Es gibt viele Hilfsorganisationen und Einrichtungen, die Kleiderspenden annehmen und ohne Umwege an Bedürftige weiterleiten, wie zum Beispiel die Frauenhäuser in den Städten und Gemeinden oder die Kleiderkammern des Deutschen Roten Kreuzes. Wichtig ist, dass aussortierte Anziehsachen nicht in Länder gelangen, in denen sie die heimische Bekleidungsindustrie zerstören. So verlockend es auch sein mag, die abgetragenen Jeans oder Pullover in den nächstbesten Altkleider-Container zu werfen: oft werden diese Spenden außerhalb Deutschlands kommerziell weiterverwendet, und das ist schädlich statt hilfreich.

Eine sehr gute Alternative bietet die Entwicklungsorganisation Oxfam Deutschland, die in insgesamt 47 Filialen Kleider- und andere Sachspenden, unterstützt durch Ehrenamtler, verkauft. Mit den Erlösen werden weltweit Hilfsprojekte finanziert, wie zum Beispiel der „Aufbau biologischer Hausgärten“ in Sri Lanka oder die Verbesserung des Flüchtlingsschutzes auf Sizilien. Näheres zu den verschiedenen Projekten erfährt man auf der Oxfam-Homepage oder in den Shops selbst. Die 1942 in Großbritannien gegründete Organisation engagiert sich heutzutage mit rund 3.000 Partnerorganisationen in mehr als 90 Ländern für eine gerechte Welt ohne Armut.

Wer seine „Schätzchen“ in ein Oxfam-Kaufhaus bringen möchte, findet die verschiedenen Filialen unter der Rubrik „Oxfam Shops“. Zu beachten ist, dass die Shops meist nur Saisonware annehmen und keine Medizinprodukte oder gebrauchten Kinderschuhe verkaufen. Nützliche Dinge wie Omas geblümtes Kaffeegeschirr, die gesammelten Werke von Donald Duck oder ausgediente Spielesammlungen sind stets willkommen, sofern gut erhalten. Schließlich sollen sich die Spenden auch weiterverkaufen lassen. Hierbei wünschen wir Oxfam weiterhin viel Erfolg – und freuen uns, wenn unsere Fehlkäufe letztlich doch noch einen Sinn ergeben.

 

Fotocredits: Bild 1 – Pixabay  Bild 2 – Oxfam Deutschland e.V.